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Zurück zur Übersicht "Predigten"Dr. Hans-Jürgen Stahl: Jahreslosung 2001 (Kol. 2,3)

In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis (Kolosser 2,3)

Liebe Gemeinde,

vielleicht waren Sie schon einmal in der Türkei in Urlaub, in Antalya oder einem der anderen Touristenstädtchen an der türkischen Riviera. Und vielleicht haben Sie sich dann auch einmal aufgemacht zu einem Tagesausflug hinein ins Landesinnere.

Die Chancen stehen gut, dass Sie dann die Gegend bereist haben, in der zu Christi Zeiten eine kleine, prosperierende Stadt lag. Die Stadt selbst existiert heute nicht mehr. Schon im 1. Jahrhundert wurde sie von einem Erdbeben zerstört und offenbar nicht wieder aufgebaut, jedenfalls nicht mehr bedeutsam.

Aber der Name dieser Stadt ist uns im Gedächtnis geblieben, weil der Apostel Paulus (oder, wie die Theologen heute eher annehmen: einer seiner Schüler) an die junge Christengemeinde dort einen Brief schrieb, den wir heute zum Kanon des Neuen Testaments zählen. Die Rede ist von Kolossai.

Kolossai lag am Lykos, einem Seitenfluss des Menderes, der in antiker Zeit Mäander hieß. Kolossai lag günstig an der großen Handelsstraße von Ephesus und Milet in den Osten Kleinasiens. Kolossai war ein wichtiges Zentrum der Wollindustrie, denn in den umliegenden Landschaften gediehen die Schafe prächtig. Färber und Weber arbeiteten in Kolossai, Händler, Bauern, Schmiede, Gastwirte und Marktschreier hatten dort ihr Auskommen. Und natürlich zog die wirtschaftliche Prosperität auch Leute an, die wir heute salopp Banker nennen würden.

Unter den Einwohnern Kolossais gab es auch einen erheblichen Prozentsatz jüdischer Bürger, sicherlich mehrere tausend (Ansiedlung durch Antiochus III). Für die christliche Missionierung hatte vor allem Epaphras gesorgt, ein Vertrauter des Apostels Paulus. Paulus selbst kannte Kolossae und die Gemeinde nicht persönlich, obwohl er, der "Apostel der Völker", ja ursprünglich aus Tarsus (in der heutigen Südosttürkei) stammte und bei seinen Missionsreisen weit umhergekommen und bei der zweiten und dritten Reise auch bis ins Innere Kleinasiens vorgedrungen ist.

Man wird sich Kolossai als bunt-munteres orientalisches Landstädtchen vorzustellen haben, farbig, handelslaut und mit allerlei Gerüchen, die über den turbulenten Markt und durch die Gassen zogen, dazwischen ein lebhaftes Gemisch aus Menschen verschiedenster Herkunft, Sprache, Lebensform und gewiss auch unterschiedlichster spiritueller Interessen.

An diese Welt, an diese Stadt, an diese Menschen adressiert Paulus seinen Brief. Und hier, im Kolosserbrief, steht, was die Herrenhuter Brüdergemeine uns für das Jahr 2001 als Losung aufgegeben hat:

In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.

* * *

Paulus stellt den Triumph Christi als des alleinigen Erlösers heraus.

Natürlich ist das bis zu einem gewissen Grade ein Topos, ein gängiges Standardargument. Auch andere Religionen und philosophische Schulen nahmen und nehmen bis auf den heutigen Tag auf diese oder ähnliche Weise für sich in Anspruch: Nur bei uns findet ihr Wahrheit, und nur bei bei uns bekommt ihr sie ganz.

Ganz sicher brauchte eine so junge Gemeinde wie die Christengemeinde in Kolossai in dem vielfältigen spirituellen Umfeld jener Tage diesen festen Zuspruch und diese klare Orientierungshilfe.

Im benachbarten Heilbad Hierapolis gab es noch immer die phrygischen Mysterienkulte, bei denen die Muttergöttin verehrt wurde. Auch Apollo-Archegetes-Kulte oder Zarathustra-Kulte hatten großen Zulauf. Hinzu kamen, nicht verwunderlich an dieser Nahtstelle von griechisch-römischer, orientalischen und vorderasiatischen Kulturen, vielerlei andere spätantike Kulte und Mysterienreligionen. Astrologen behaupteten die Zukunft zu kennen - oder doch wenigstens den günstigsten Zeitpunkt für dies und jenes.

In diese Welt hinein also richtet Paulus seinen Brief: "In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis." Ist unsere Jahreslosung also eine Durchhalteparole, ein Einschwören einer ins Zagen und womöglich ins Schwanken geratenden jungen Gemeinde? Zuspruch und Mahnung zugleich? Das ist sie vielleicht auch, aber nicht nur.

* * *

Nicht nur gegenüber Mythen und Kulten musste sich eine spirituelle Lehre in der Spätantike behaupten. Mindestens ebenso einflussreich und wirkmächtig waren die aus der griechisch-römischen Tradition herüberreichenden philosophischen Schulen.

Ich nenne die Stoiker, die uns bis heute und bis in den sprachlichen Alltag hinein in der Formel von der "stoischen Gelassenheit" lebendig geblieben sind. Daneben spielten die Schulen der Epikureer, der Skeptiker und der Eklektiker eine wichtige Rolle. Und auch Heraklits Lehre vom immerwährenden Kampf der Elemente dürfte in diesem Landstrich, in dem immer wieder die Erde bebte, ihre Anhänger gehabt haben.

Vor allem der Stoizismus gilt als Wegbereiter des Christentums. Er lehrte eine strenge und asketische Moral und die Geringschätzung äußerer Güter. Er sah das Weltgeschehen in einem höchsten Wesen verkörpert, das als LOGOS, als Gott, aber auch als Vater angeredet wurde. Er forderte eine allgemeine Liebe unter den Menschen, die alle Völker- und Standesgrenzen überschreiten sollte und ist damit die erste philosophische Schule überhaupt, die im Altertum einen umfassenden Humanitätsgedanken vertrat.

Unschwer erkennen wir Parallelen zur christlichen Lehre - und es überrascht nicht, dass die Stoiker vehement gegen die Christen Partei ergriffen haben (bis hin zu den Christenverfolgungen unter dem Kaiser und Stoiker Marc Aurel), wie wohl auch andererseits den Christen daran gelegen sein musste, vor so vielen Gemeinsamkeiten die markanten Unterschiede herauszustellen.

Wir werden auch diesen Hintergrund bedenken dürfen, wenn wir das unmittelbare Umfeld unserer Jahreslosung im Kolosserbrief betrachten.:

"Ich sage das, auf daß euch niemand betrüge mit verführerischen Reden" (Kol. 2,4) - moderne Übersetzungen formulieren stattdessen: "Das sage ich [euch], damit keiner euch mit großer Rhetorik verleite."

Und weiter: "Sehet zu, daß euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf der Menschen Lehre und auf die Elemente der Welt und nicht auf Christus, denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig." (Kol. 2,8).

"In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis." Ist unsere Jahreslosung also eine Kampfansage an spätantike Rhetorik und Dialektik? Das ist sie gewiss auch. Aber nicht nur.

* * *

Man registriert es staunend (aber vielleicht auch nicht): Nur ein paar Jahrzehnte nach Jesu Tod am Kreuz herrscht bereits Streit in den jungen Christengemeinden. Dabei geht es unter anderem um die Auseinandersetzung zwischen Judenchristen und Heidenchristen.

Judenchristen waren, bevor sie Christen wurden, Juden. Und sie behielten auch als Christen viele Verpflichtungen und Verrichtungen bei, die für einen guten Juden nun einmal selbstverständlich waren und bis heute sind: den Brauch der Beschneidung beispielsweise, das Sabbatgebot und weitreichende rituelle Speisevorschriften, mit einem Wort: das jüdische Zeremonialgesetz.

Der Sache nach gehörte Paulus zu diesen Judenchristen. Denn er war Jude, bevor er Christ wurde. Er stammte zwar nicht aus Palästina, sondern aus der jüdischen Diaspora. Aber wie seine Eltern war er ursprünglich praktizierender Jude aus dem Stamm Benjamin. Zur theologischen Ausbildung ging er nach Jerusalem, schloss sich dort der Partei der Pharisäer an und nahm in dieser Zeit durchaus auch an Christenverfolgungen teil.

Heidenchristen dagegen wurden als Heiden getauft, also ohne die Zwischenstufe Judentum. Sie befolgten daher auch (anders als die Judenchristen) die zeremoniellen Vorschriften der Juden nicht.

Auch die sog. Hellenisten, Judenchristen zwar, aber nicht aus Palästina stammend (also von jeher räumlich vom Tempel in Jerusalem getrennt) und in der Mehrzahl griechisch sprechend, begannen im Unterschied zu den Hebräern schon sehr früh, den Tempelkult abzulehnen und Speise- und Reinheitsvorschriften zu ignorieren. Epaphras, der Kolossai missioniert hatte und zu den Vertrauten des Paulus zählte, gehörte wie die allermeisten Kolosser Christen zu den Heidenchristen.

Wenn wir den zwischenmenschlichen Diskurs unserer Tage als Beispiel nehmen, dann kann man sich leicht ausmalen, welch treffliche Auseinandersetzung sich aus derlei Differenzen schmieden ließ. Man kann es beinahe hören, wie die eine Seite die andere als unvollkommen, mängelbehaftet verschmähte und verächtlich machte, während die andere gegen derlei anmaßende Bevormundung, Intoleranz und schnöden Konservatismus aufbegehrt haben dürfte.

Paulus bezieht Stellung zu dieser für ihn völlig überflüssigen Auseinandersetzung: "In Christus seid ihr beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen gemacht ist, weil ihr nämlich euren fleischlichen Leib ablegtet bei der Beschneidung durch Christus" (Kol. 2,11).

Und: "So lasset nun niemand euch ein Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate. Das alles ist nur der Schatten von dem, was zukünftig sein soll; aber leibhaftig ist es in Christus." (Kol. 2,16f.).

"Lasset euch niemand das Ziel verrücken, der sich gefällt in falscher Demut und Verehrung der Engel und sich mit seinen Gesichten rühmt." (Kol 2,18). Denn, so fährt Paulus fort: "Wenn ihr denn nun abgestorben seid mit Christus den Elementen der Welt, was lasset ihr euch den Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt: Du sollst das nicht angreifen, du sollst dies nicht kosten, du sollst jenes nicht anrühren? Das alles [...] sind der Menschen Gebote und Lehren." (2,20-22). "In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis." rückt Paulus das Wichtige wieder ins Zentrum.

* * *

Was aber nun, wenn Paulus uns diesen Brief geschrieben hätte? In unsere Welt, in unsere Zeit?

Der Streit um Judenchristen und Heidenchristen scheint ausgestanden. Aber wie steht es mit dem Streit um die einzig wahre christliche Kirche, das einzig gültige Abendmahl?

Auch an Mysterien und obskuren Kulten haben wir keinen Mangel. Muttergöttin? Astrologie? Steinheilungen, Sonnwendfeiern und Feenzauber? So weit sind unsere Welten dann offenkundig doch nicht auseinander, wie man das bei 2000 Jahren Zeitdifferenz hätte vermuten können.

Mag sein, dass unsere Tage ärmer sind an philosophischen Denkfiguren oder auch an Philosophen, die trotz Wittgenstein noch nicht verstummt sind. Macht aber nichts. Denn dafür preisen heute andere ihre Schätze der Weisheit und der Erkenntnis in der Sprache des Heilsgeschehens. Ich spreche nur kurz drei Beispiele an.

Alltäglich lauschen Millionen Menschen den neuesten Orakeln von den Börsen der Welt. Elfeinhalb Millionen Aktien- und Fondsbesitzer soll es heute in Deutschland geben, viermal mehr als noch vor drei Jahren. Wie in Panik, das sicher ausgemachte Heil zu versäumen hat sich eine Heerschar aufgemacht, teilzuhaben an der wunderlichen Vermehrung des Geldes. Im DAX ist Heil, so war die Botschaft noch vor einem guten Jahr.

Andere predigen uns den Markt als das globale, unumstößliche Prinzip, das über künftiges Wohl und Wehe entscheidet und dem sich alles unterzuordnen habe. Nur was der Markt fordert, ist gut. Nur was am Markt in großen Mengen geht, hat eine Chance. Also richte Dich nach den Wünschen des Marktes, und der Erfolg wird Dir sicher sein allezeit. Achte darauf, wo die Schatzgruben liegen. Kümmere dich nicht um die Bedürfnisse kleiner Leute. Denn sie können nichts bezahlen, also kein Markt, also auch kein Geschäft. So einfach ist das.

Auch Gentechnologie und Biomedizin versichern uns, sie seien einzig auf das Heil der Menschen, ja der ganzen Schöpfung aus. Schweine werden als organische Ersatzteillager bereits herangezogen. Mentale Defekte und sonstige Krankheitsbilder vermeiden wir künftig von Anfang an per genetischem Design. Und auch dem Alterungsprozess der Zellen sind die Wissenschaftler auf der Spur. Im Experiment gibt es sie bereits, die Zelle, die nicht altert. Es kann also gar nicht mehr lange dauern, bis wir alle nicht nur kerngesund und glücklich, sondern gleich auch noch unsterblich sind.

[Mir geht es, wohlgemerkt, hier nicht darum, mit Schreckensszenarien dumpfe Angst zu schüren. Ich bleibe nur skeptisch, diese sortenreine Zukunft für die Erlösung und für das wahre Heilsgeschehen zu halten, als das es uns ihre Verfechter so gerne ausloben:]

Ob uns auf diese Weise wirklich Heil zukommt? Erkenntnis? Wissen, das Angst und Trauer überwinden hilft?

An diese so ganz andere, in ihren Ängsten und Hoffnungen aber doch so ganz und gar verwandte Welt des heutigen Kolossai richtet Paulus seine Botschaft. In dieses heilsträchtige Posaunen hinein, das nur gelegentlich schrill, allerdings völlig folgerichtig, von der neuesten BSE-Hiobsbotschaft unterbrochen wird, schreibt uns Paulus diesen Brief: "In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis."

Damit stellt Paulus in den Mittelpunkt, was den Kern der christlichen Lehre (und damit den Unterschied) ausmacht: die Schätze der Weisheit und der Erkenntnis, das ist partout nichts Merkantiles, das sich in Zahlen und Prozenten ausdrücken, besitzen, verkaufen, vererben, beleihen ließe. Nichts für die new economy also.

Die Schätze der Weisheit und der Erkenntnis, das ist das Wissen um die Erlösung und das Heilsgeschehen, das in Christus personalisiert und allumfassend gegenwärtig ist.

Es ist das Wissen darum, dass Gott in Christus sich selbst zum Menschen gemacht und durch den Kreuzestod uns alle erlöst hat: "es ist Gottes Wohlgefallen gewesen, daß [...] alles durch Christus versöhnt würde mit Gott, es sei auf Erden oder im Himmel, dadurch daß er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz." (Kol. 1,19f.)

Sünde, das heißt getrennt sein, fremd sein, abgeschieden sein von Gott. Erlösung oder Vergebung der Sünden: das ist Versöhnung mit Gott, die Aufhebung des Getrenntseins von Gott.

Wie einfach ist das zu sagen. Und doch offenkundig wie schwer zu verstehen. Das weiß freilich auch Paulus. Nicht umsonst spricht er von Schätzen, die verborgen sind. "Das Geheimnis Gottes, das Christus ist", sagt Paulus an anderer Stelle (Kol. 2,2).

Im normalen Sprachgebrauch ist ein Geheimnis etwas, was man nicht weitersagt, was man nicht verrät, was man für sich behält. Sobald ich ein Geheimnis ausplaudere, ist es kein Geheimnis mehr. Wenn mir ein Magier erklärt, wie er die schwebende Jungfrau zersägt, ohne sie zu verletzen, hat der Zaubertrick alles Geheimnisvolle verloren. Er ist entschlüsselt, durchsichtig, nachvollziehbar. Ein herkömmliches Geheimnis verliert alles Geheimnisvolle, sobald man es uns mitteilt.

Mit dem Geheimnis Gottes ist das offenkundig etwas anderes. Der Kreuzestod, die Erlösungstat Christi ist offenkundig, keineswegs ein Geheimnis im herkömmlichen Sinn: "Deinen Tod, Herr, verkünden wir." Es geht auch nicht um ein Geheimnis in dem Sinn, wie esoterische Religions- und Weltanschaungsgemeinschaften ihn verwenden, dass nämlich ein göttliches Geheimwissen nur wenigen Auserwählten zugänglich sei. Ganz im Gegenteil: Zugänglich ist dieses Geheimnis einem jeden, der sich aufmacht und es sucht.

Das Geheimnis Gottes enthüllt sich also nicht einfach dadurch, dass man es mitteilt oder erfährt. Erkennen lüftet und erledigt das Geheimnis nicht, sondern beschreibt (wie ein Kommentar zum Kolosserbrief das nennt) eher einen kontinuierlichen Vorgang, eine beständige Aufgabe oder besser eine Chance, bei der wir ganz offensichtlich fortdauernd auf Gottes Hilfe angewiesen bleiben. Dieses Erkennen ist nicht an einem bestimmten Punkt erledigt, abgehakt. Es geht nicht einfach simpel in unseren Besitz über.

Wohl aber ist dieses Erkennen, dass wir erlöst sind durch Christus, dieses Licht der Erkenntnis unverbrüchlich angelegt in uns. Darin liegt Trost.

Paracelsus hat das einmal in einem sehr schönen Bild beschrieben: "Ein Licht, das nicht aus uns zu nehmen ist, obschon es in uns und doch nicht von uns ist, sondern von jenem Stern, der sogar in uns sich gewürdigt hat, seine Wohnstätte aufzuschlagen. Dieser hat sein Licht in uns gepflanzt, damit wir in seinem Lichte, der das unzugängliche Licht bewohnt, das Licht sehen."

Dieses Licht, diese Aufhebung der Abgeschiedenheit von Gott, dürfen wir als Schlüssel und Chance begreifen, auch andere Abgeschiedenheiten und Entfremdungen zu überwinden. Die Abgeschiedenheit von uns selbst zum Beispiel, die Fremdheit unseren Mitmenschen gegenüber, die Entfremdung gegenüber Kreatur und Natur.

Ich wünsche uns allen mit Paulus, dass unsere "Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum des vollen Verständnisses, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist." (2,2).

Amen.


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